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What it's like being self - employed

Es sind nun schon ( oder erst ) zwei Monate her, seit ich Lunamière Beauty eröffnet habe und in die Selbstständigkeit damit gegangen bin.

Ich habe viel dazugelernt und es ist viel passiert und ich möchte euch ein bisschen erzählen, wie es so ist, ein eigenes Studio zu haben und welche Erkenntnisse ich gewonnen habe.


Flowers by Chaska Nawi


Entspannung? Ein Fremdwort


Die meisten sagen es ist ja so entspannt, selbstständig zu sein, weil ich kommen und gehen kann wann ich will und im Grunde alles machen kann, worauf ich Bock habe.

Aber gerade am Anfang ist es leider nicht so ( und ich glaube das wird später auch nicht so entspannt wie sich das alle vorstellen - aber dazu ein anderes Mal ) - ich bin momentan noch alleine im Studio und muss nicht nur Wimpern machen, sondern auch ständig zu irgendwelchen Terminen, rumtelefonieren und sonstige Sachen, die echt viel Papierkram beinhalten.

Es kommt schon mal vor, dass ich später ins Studio komme, dafür bleibe ich auch länger oder arbeite danach noch daheim weiter.

Ich arbeite eigentlich von überall aus, denn ich kümmere mich ja nicht nur um meine lieben Kunden, sondern auch um das Marketing und das meistens vom Laptop oder von meinem Handy im Bett aus.

Manchmal wache ich nachts um 3 oder 4 auf und entwerfe einen Instagrampost, ich schreibe Posts während mein Freund und ich einen Film gucken, wenn ich in der U Bahn bin, auf jemanden warte und ja, selbst auf dem Klo nehme ich mein Handy mit und arbeite am Marketing #truestory

Urlaub und krank sein ist nun auch so eine Sache, als Arbeitnehmer hab ich mir sofort frei genommen, wenn es mir nicht gut ging und jetzt würde ich in das Studio kriechen und habe ein super schlechtes Gewissen, wenn ich mal nicht im Laden bin. Seelische Entspannung ist hier erst mal nicht drin


Selbstständig = Geld = Reich


Viele denken, dass wenn ich das Studio schließe, meine Arbeit damit getan ist und ich dann entspannt nach Hause zu meinem Schatz gehen kann - aber das Gegenteil ist der Fall. Das Studio kostet Miete und diese Miete muss ich ganz alleine eintreiben und kommt noch so viel mehr dazu wie Strom, Internet, GEMA und andere Kosten, die monatlich wiederkommen. Und dann passiert es auch ab und zu, dass mal das Material zu Ende geht und man auch da wieder Geld ausgeben muss. Daher muss ich mir immer Gedanken machen, woher und wie die nächsten Kunden kommen - erst wenn die Fixkosten abgedeckt sind, kann ich mich ein klein wenig entspannen, aber im Grunde genommen fängt man ab dem Zeitpunkt von null an, denn erst wenn alles abgedeckt ist, ist der Umsatz meins. Und das ist ein weiterer Punkt, nur weil ich für mich selbst arbeite, bedeutet es nicht, dass ich sofort reich bin *rollingwithmyeyes*


NEIN


Ein sehr wichtiger Punkt für mich war, zu lernen, nein zu sagen. Auf mich sind Menschen zugekommen, die mir Vorschläge, Angebote und sonstiges gemacht haben, damit ich mit ihnen zusammenarbeite. Natürlich machen diese Menschen auch nur ihren Job, deswegen ist das alles auch nicht for free und mir ist der Fehler passiert, dass ich einmal zugesagt habe, ohne vorher groß zu überlegen. Finanziell und aus jeder anderen Perspektive gesehen war das wirklich nicht schlau von mir, aber es ist nun mal passiert und man lernt daraus.

Ich persönlich habe mich tatsächlich immer unwohl gefühlt, wenn ich jemandem eine Idee oder einen Vorschlag eine Absage erteilen musste. Ich habe gelernt, mit dem kurzen unangenehmen Moment einer Ablehnung meinerseits umzugehen, denn es haben beide Seiten nichts davon, wenn ich einem Angebot zustimme, zu dem ich nicht stehe.


Aller Anfang ist schwer, aber die Arbeit kommt immer vor dem Vergnügen und die Selbstständigkeit hat natürlich auch seine guten Seiten. Die beste Seite der Selbstständigkeit ist, dass ich die volle Kontrolle über mein Geschäft habe und alles so gestalten kann, wie ich es mir vorstelle.

Ich hoffe, es hat euch einen kleinen Einblick in die Selbstständigkeit gegeben, ich könnte euch so viel mehr erzählen, aber vielleicht ein anderes Mal!


Love,